Wer eine eigene Immobilie oder eine Eigentumswohnung besitzt, sollte neben einer Hausratversicherung auch unbedingt eine Gebäude- bzw. Wohngebäudeversicherung abschließen. Bei Häusern, in denen sich mehrere Eigentumswohnungen befinden, wird eine solche Wohngebäudeversicherung in der Regel von der Hausverwaltung abgeschlossen und die Beiträge werden anschließend auf alle Parteien aufgeteilt. Bei allein genutzten Immobilien muss der Besitzer dagegen selbst für den Abschluss einer solchen Versicherung sorgen. Worauf dabei zu achten ist, erklären wir hier.
Welche Leistungen bietet eine Wohngebäudeversicherung?
Eine Wohngebäudeversicherung stellte das Pendant zur Hausratversicherung dar. Konkret bedeutet das: Während die Hausratversicherung alle Schäden am Inventar, das heißt an Möbeln, Elektrogeräten, Nahrungsmitteln etc., übernimmt, reguliert die Wohngebäudeversicherung alle Schäden, die am Gebäude selbst oder an den Nebengebäuden entstanden sind. Ein klassisches Beispiel dafür ist das von einem schweren Sturm abgedeckte Dach. Für einen solchen Schaden ist nicht die Hausrat-, sondern die Wohngebäudeversicherung zuständig. Auch Schäden durch Feuer, Wasser oder Hagel werden durch die Wohngebäudeversicherung reguliert. Zudem umfasst sie auf dem Grundstück befindliche Objekte, die durch eine Hausratversicherung nicht abgedeckt wären, etwa der Zaun mit Schiebetor oder die Garage sowie eventuell vorhandene Gartenhäuser.
Ein besonderes Thema sind dabei die sogenannten Elementarschäden, etwa Erdbeben, Hochwasser etc. Da die Gefahr solcher Schäden in einigen Regionen Deutschlands deutlich erhöht ist, ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung, die auch Elementarschäden beinhaltet, in einigen Regionen Deutschlands sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Selbstverständlich macht der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung auch für diejenigen Sinn, die Wohneigentum besitzen, das vermietet ist. In diesem Fall ersetzt die Versicherung bei einigen Anbietern sogar die entgangenen Mieteinnahmen für eine gewisse Zeit, in der Regel beträgt diese zwischen 6 und 12 Monaten.
Tipps zum Abschluss einer Gebäudeversicherung
Eine Gebäudeversicherung kann im Prinzip für jedes Objekt abgeschlossen werden. Besonders sinnvoll ist sie jedoch bei Wohn- und Arbeitsgebäuden, in denen sich tagtäglich Menschen aufhalten und wo mehr oder weniger wertvolle Besitztümer vorhanden sind. Auch Gebäude, die besonders hohe Baukosten verursacht haben oder in denen hochpreisige Dinge lagern, sollten mit einer Versicherung dieser Art abgesichert werden. Ratsam ist, bereits bei der Planung die Gebäudeversicherung mit einzubeziehen, sie stellt schließlich auch eine entsprechende Kostenposition dar.
Generell gilt: In der heutigen Zeit ist es üblich, dass ein Haus mit einer Gebäudeversicherung abgesichert wird, denn es kann jederzeit zu einem Unfall oder einem Schaden durch höhere Gewalt kommen. Wer dann nicht alles aus eigener Tasche bezahlen möchte, ist heilfroh, wenn die Versicherung für den Schaden am Gebäude aufkommt. Die Beitragshöhe hängt diesbezüglich von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Lage der Immobilie. Befindet sich das Haus in einer Region, die oftmals von Unwettern wie schweren Stürmen, Hagel etc. heimgesucht wird oder zu einem Hochwassergebiet gehört, so ist es möglich, dass die Kosten für eine Gebäudeversicherung deutlich höher ausfallen als bei Objekten in weniger gefährdeten Gegenden.
Gefahrenquellen, die eine Gebäudeversicherung sinnvoll erscheinen lassen
In jedem Haushalt existieren viele verschiedene Gefahrenquellen, deren Folgen durch eine Gebäudeversicherung abgemildert werden – falls also der Fall eintritt, dass ein Unglück geschieht. Ein Beispiel für eine solche Gefahrenquelle stellt der Gasherd dar. Tritt hier unbemerkt Gas aus (was häufiger vorkommt, als man denkt!), kann es schon beim Entzünden eines Feuerzeuges oder Streichholzes zu einer verheerenden Explosion kommen.
Weitere Gefahrenquellen sind Heizanlagen, Kamine etc., aber auch generell etwa Keller, die bei Unwettern gerne mit Wasser volllaufen. Und nicht zu vergessen: Einbrüche bzw. Einbruchdiebstähle sind ein großes Thema. Auch hier ergänzt die Gebäudeversicherung die Hausratversicherung in idealer Weise, d. h., sie kommt für Schäden am Gebäude selbst und den bereits erwähnten gebäudefesten Teilen auf, die von der Hausratversicherung nicht abgedeckt sind.
Wie man sieht, lauern die Gefahren überall. Daher sollte der Abschluss einer Gebäudeversicherung für jeden Bauherrn und Immobilienbesitzer selbstverständlich sein.