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Bettmilben / Hausstaubmilben – so bekämpft man die ungeliebten Gäste im Schlafzimmer

Bild: @IrynaGrush/adobe.stock

Wussten Sie, dass jeder Mensch Hunderttausende oder gar Millionen ungebetene Gäste im Bett hat? Hausstaubmilben sind winzige Kreaturen, die für den bloßen Blick unsichtbar sind und sich hauptsächlich von menschlichen Hautschuppen ernähren. Sie leben vorzugsweise in warmen, feuchten Umgebungen wie Matratzen, Teppichen, Sofa-Kissen und Bettwäsche.

Wissenswertes zu den Hausstaubmilben

Hausstaubmilben sind winzige, mikroskopisch kleine Spinnentiere, die sich hauptsächlich von abgestorbenen Hautschuppen ernähren, die Menschen und Tiere ständig abwerfen. Es gibt mehrere Arten von Hausstaubmilben, darunter die Gattungen Dermatophagoides, Euroglyphus und Blomia.

Hausstaubmilben bevorzugen warme, feuchte Umgebungen und gedeihen besonders gut in Betten, Polstermöbeln und Teppichen.

Die Hausstauballergie – ausgelöst durch die Hausstaubmilbe

Die Symptome einer Hausstauballergie können vielfältig sein und reichen von milden Reaktionen wie Niesen und tränenden Augen bis hin zu schwerwiegenderen Bedingungen wie Atemnot. Es kann schwierig sein, die Symptome einer Hausstauballergie zu erkennen, da sie oft denen einer Erkältung oder anderen Allergien ähneln.

Ausgelöst wird die Allergie durch den Kot der Milben und den Milben selbst, die zu Staub zerfallen, wenn sie sterben.

Unbehandelt kann eine Hausstauballergie schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben, darunter chronische Sinusitis, Schlafstörungen und sogar Asthma.

Die Bekämpfung von Hausstaubmilben

Es gibt eine Reihe von Strategien zur Bekämpfung von Hausstaubmilben, die von einfachen hygienischen Maßnahmen bis hin zur Verwendung von chemischen und natürlichen Mitteln reichen.

Hygienemaßnahmen können einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Hausstaubmilbenpopulation leisten. Dazu gehören regelmäßiges Staubsaugen, das Waschen von Bettwäsche bei hohen Temperaturen und das Lüften der Räume. Das Bett sollte täglich mehrere Stunden lüften – es sofort nach dem Aufstehen zu machen, ist also kontraproduktiv.

Chemische Mittel, wie Akarizide, können zur Bekämpfung von Hausstaubmilben eingesetzt werden. Diese Produkte töten die Milben direkt ab, sollten aber mit Vorsicht eingesetzt werden, da sie auch gesundheitliche Risiken bergen können.

Natürliche Mittel, wie Neem-Öl und andere ätherische Öle, können ebenfalls zur Bekämpfung von Hausstaubmilben verwendet werden. Diese Methoden sind oft schonender, können aber weniger effektiv sein. Viele Leute sind zudem auch gegen einige oder alle dieser Öle allergisch.

Matratzen-Encasings, Bettdecken-Encasings und die passende Bettwäsche

Encasings sind spezielle, dicht gewebte Bezüge für Matratzen, Bettdecken und Kissen. Sie verhindern, dass Hausstaubmilben und ihre Allergene in die Atemluft gelangen.

Vorteile von Matratzen- und Bettdecken-Encasings

Diese speziellen Bezüge können die Allergenbelastung deutlich reduzieren und so zu einer Verbesserung der Symptome bei Hausstauballergikern führen. Sie sind leicht zu handhaben und in der Waschmaschine waschbar.

Nachteile von Matratzen- und Bettdecken-Encasings

Trotz ihrer Vorteile können Encasings auch Nachteile haben. Sie können das Schlafklima beeinflussen und bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen. Zudem stellen sie nur eine von vielen Maßnahmen in der Bekämpfung von Hausstaubmilben dar und können das Problem nicht gänzlich lösen.

Satin-Bettwäsche kann durch ihre glatte Oberfläche dazu beitragen, die Ansiedlung von Milben zu erschweren. Allerdings sollte sie wie andere Bettwäsche auch regelmäßig bei hohen Temperaturen gewaschen werden, um Milben und Allergene effektiv zu entfernen.

Die verschiedenen Strategien in der Übersicht

Jede Strategie zur Bekämpfung von Hausstaubmilben hat also ihre Vor- und Nachteile, und was für eine Person funktioniert, muss nicht zwangsläufig für eine andere Person geeignet sein.

Chemische Mittel können effektiv gegen Hausstaubmilben wirken, bergen jedoch auch Risiken. Sie können gesundheitsschädlich sein und sollten daher nur unter Beachtung der Sicherheitshinweise verwendet werden.

Natürliche Mittel sind oft schonender für Mensch und Umwelt, können aber weniger effektiv sein als chemische Mittel. Außerdem reagieren einige Menschen allergisch auf bestimmte natürliche Substanzen.

Hygienemaßnahmen und der Einsatz von Encasings stellen grundlegende Maßnahmen in der Bekämpfung von Hausstaubmilben dar. Sie können in Kombination mit anderen Methoden eine effektive Strategie zur Reduzierung der Allergenbelastung bilden.

Fazit

Die Bekämpfung von Hausstaubmilben erfordert ein umfassendes Vorgehen, das auf die individuellen Bedürfnisse und Umstände des Einzelnen abgestimmt ist. Einzelne Maßnahmen lindern die Beschwerden in der Regel. Völlig unter Kontrolle bekommt man die Allergie aber nur durch eine Hyposensibilisierung über 1-2 Jahre durch den Allergologen oder Lungenfacharzt.

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